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Yoga Atmung


Wir atmen täglich ca. 20.000 Mal unbewusst ein und aus und nehmen dabei ca. 10.000 Liter Luft auf. Mit jedem Einatmen nimmst Du von Deiner Umgebung etwas in Dich auf und gibst beim Ausatmen auch etwas von Dir an die Umgebung ab.

Es gibt mathematische Berechnungen, das wir vermutlich mit jedem Atemzug etwas von Caesars letztem Atemzug im Jahre 44 einatmen! Das finde ich unglaublich faszinierend!

Schenke Deiner Atmung in Deiner Yogapraxis immer Deine volle Aufmerksamkeit. Achtsamkeit beruht auf einem einzigen Geheimnis: Einatmen und Ausatmen. (Das Wunder des bewussten Atems von Thich Nhat Hanh)

Dein Atem bringt Dich immer wieder zurück in das Hier und Jetzt. Hier ist eine Beschreibung für den Ort und Jetzt bestimmt die Zeit. Keiner Deiner Atemzüge wird je genau gleich sein. Es gibt nur diesen einen in diesem Augenblick.

Pranayama beim Yoga

Yoga ist ein atemgeführtes Training und verbindet durch das bewusste Atmen den Körper mit dem Geist. Jede Bewegung sollte im Vinyasa Flow von dem Atem eingeleitet werden und synchron mit der Bewegung sein.

Das Ziel ist eine verlangsamte Atmung, in der man insgesamt weniger atmet, obwohl wir das volle Atemvolumen aussschöpfen. In der Ruhe liegt auch die Kraft des Atems. Beruhigt sich der Atem, dann beruhigt sich auch der Geist.

Beim Yoga solltest Du daher nie außer Atem kommen oder atemlos werden. Das wäre ein Zeichen, dass Du Dich im Moment überfordert hast. Aber es ist kein Drama! Gönne Dir einfach ein paar bewusste Atemzüge in der Haltung des Kindes (Balasana), um Deinen Atem wieder zu beruhigen und Dich neu zu fokussieren.

Unter Stress erhöht sich bekanntlich unsere Herz- und Atemfrequenz. Beides gehört zu unserem vegetativen Nervensystem, dass automatisch die Vorgänge im Körper reguliert und anpasst. Auf Deinen Herzschlag kannst Du wenig Einfluss nehmen, aber Du kannst Deinen Atem beruhigen, so dass sich dann auch Dein Herzschlag schneller reguliert.

Yoga bewirkt, dass Du gleichmäßig und ruhig atmest. Gemeinsames praktizieren bewirkt sogar, dass unsere Herzen in der Yogastunde im gleichen Takt schlagen. Das finde ich ganz wunderbar!

Probier in der nächsten Power Yoga Stunde mit mir, Dich in den Bewegungen von Deinem Atem führen zu lassen. Aber setze Dich nicht zu sehr unter Druck. Mit der Zeit wird es Dir immer besser gelingen, Dich auf Deinen Atem und Deine Bewegungen gleichzeitig konzentrieren zu können.